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Mangas: Ein kurzes Plädoyer dafür, dass das Alter keine Rolle spielt

manga

Früher, vor ein paar Jahren noch, habe ich viel Zeit für sie geopfert und sie verschlungen wie heute eine Tafel Schokolade: die Rede ist von Mangas. Oft von Freunden ausgeliehen, selten selbst gekauft, faszinierte mich der Art-Style, die süßen Bilder, die quietschbunten Cover. Mittlerweile bin ich ein Manga-Muffel geworden. Woran das liegt? Ich habe die Phase der Erwachsenen-Mangas verpasst. Klar, Berserk habe ich gelesen, aber etwas mit Substanz war nicht wirklich dabei. Und als ich vor einer Weile den Manga zu Gudrun Pausewangs „Die Wolke“ gelesen habe, habe ich mich nicht so ganz einfangen lassen können.. Lag es an dem schnellen Erzähltempo? Ich weiß es nicht. Jedenfalls kam ich mir etwas „zu alt“ dafür vor. Wobei ich andererseits noch gerne die „guten alten“ Mangas aus meiner Box hervorkrame und auch mal ein paar Kapitel lese. Tokyo Mew Mew, Paradise Kiss und FLCL kriegen mich immer noch dran. Aber bei allem außerhalb bin ich immer etwas skeptisch. Bei Animes ist es irgendwie gar nicht so, sobald mich etwas anspricht, schaue ich auch mal in ein, zwei Folgen rein. Vielleicht liegt es an der investierten Zeit, einen Manga zu lesen dauert ja in der Regel etwas länger als 25 Minuten, oder bin ich aus dem Lesen eines Comics/Mangas „herausgewachsen“? Aber wie kommt es, dass andere die leichte Heiterkeit dieser kleinen Büchlein noch im Alter genießen können?

Generell ist es ja so: die meisten von uns sind mit Animes, Zeichentrickserien o.Ä. aufgewachsen. Filme wie die aus dem Studio Ghibli (Totoro! ❤ ) können uns auch mit 30 noch verzaubern. In Japan ist es vollkommen normal, dass selbst Rentner Mangas lesen. Vielleicht ist ja die Mentalität eine andere, aber hierzulande wird man bestimmt eher selten ältere Manga-Leser auftreiben können (also älter als 30, würde ich mal sagen). Ich muss zugeben, mich lange nicht mit dem Thema befasst zu haben und meine sozialen Schnittpunkte sind auch eher weniger in der Otaku-Szene unterwegs, aber das Thema Manga und Anime war in meiner Kindheit (Anime) und Jugend (Manga) schon ziemlich groß, und ich würde gerne wissen, was sich geändert hat. Wie kann es sein, dass es so lange her ist, dass ich mich nicht mal mehr daran erinnern kann, wann ich das letzte Mal einen Manga komplett von hinten nach vorne gelesen habe? Vielleicht sollte ich mir mal die Zeit und Muße nehmen, um einen meiner Lieblinge von früher nochmal neu zu erleben und nach Jahren der Nichtbeachtung mit einem frischen Blick in die Kapitel einzutauchen. Denn die Farbe der kleinen, bunten Bücher fehlt mir irgendwie doch ein wenig in meinem Leben. Früher habe ich diese mit so einer Leidenschaft verschlungen, dass mir das Ganze jetzt im Rückblick schon ein wenig bizarr vorkommt. Vielleicht fehlt mir heute der Elan, die Motivation, die Begeisterung für diese asiatische Kultur. Und obwohl die ganze Sache mit dem Fandom und dem Cosplay an mir vorbei ging, bin ich aber doch ein wenig neidisch: Diese Menschen haben ihre Leidenschaft, ihre Passion, und zeigen diese öffentlich und ohne viel Aufhebens. Und selbst wenn ich persönlich immer seltener zum Manga statt zum Buch greife, können wir uns doch alle eine Scheibe davon abschneiden: Für ein bunteres Leben! ❤

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